Der Musiknerd ist in diesem Blog bisher etwas zu kurz gekommen. Geplant war unter anderem, musikalische Einschläge meines Lebens rückblickend zu betrachten, womit ich nun mal anfange:

Ich habe großes Glück, Eltern zu haben, die mir schon früh Musik jenseits des damaligen Mainstreams zeigten. Natürlich habe ich auch eher Pop, als die Platten meiner Eltern gehört, aber zumindest waren mir Bands wie Jethro Tull oder Künstler wie Cat Stevens schon in der Kindheit ein Begriff.

Die ersten CD’s, die meine Eltern besaßen, war eines der vielen Best of’s von Simon and Garfunkel. Auf 4 CD’s immerhin. Geschenkt bekommen, zu einem Geburtstag eines meiner Elternteile. Ich kann mich noch gut an die Verpackung und das Cover erinnern. Eigentlich sah die Verpackung aus wie ein Plattencover, nur dicker. Wenn man den Deckel abhob, lagen darin 4 CD’s mit fürchterlich langweiliger Musik, wie ich damals fand.

Wir hatten zu der Zeit allerdings noch keinen CD-Player. Der kam erst ein paar Wochen später in Form einer Sony Anlage für 1000 Mark. Auch daran kann ich mich gut erinnern, weil das damals für mich eine unfassbar große Summe war und mein Vater mich in das ortsansässige Kaufhaus mitnahm.

Diese Anlage hatte zwar einen Plattenspieler, aber im laufe der Zeit kauften meine Eltern ihre Platten in CD-Form nach. Zu den ersten Alben dürfte wohl irgendwas von Queen gehört haben. Die hatten ja Anfang der Neunziger noch ziemlich Erfolg.

Queen war meine erste Lieblingsband. Also so richtig. Jeden Schnipsel hab ich gesammelt. Mit meiner Schwester und zwei Kumpels, habe ich mich mal für die Mini Playback Show beworben.

Der Song: „I want it all“

Die Vorbereitungen: an Professionalität nicht zu überbieten

Das Casting in Frankfurt: zu schnell vorbei (Der eigentliche Song startet erst nach 1 ½ Minuten, wir hatten nur eine halbe)

Die Enttäuschung: riesig!

Meine Karriere im Musikbusiness hat danach auch nie mehr so wirklich Aufschwung erlebt und im nachhinein bin ich sehr froh, dass meine Eltern damals keine Videokamera besaßen.

Zu Weihnachten ’92 bekam ich einen Sega Mega Drive. Dazu gab es das Spiel „Sonic the Hedgehog“. Im gleichen Jahr kam „Automatic For The People“ von REM heraus, das meine Mutter meinem Vater zu Weihnachten schenkte. Viele Stunden saßen wir, gebannt von den Möglichkeiten der damaligen 16 Bit-Technik, vor dem Fernseher, spielten, mal abwechselnd, mal nur ich, Sonic und hörten dabei „Automatic For The People“ immer und immer wieder.

Wenn ich heute den opener „Drive“ höre, habe ich immer noch das erste Level vor Augen. Bei „Man On The Moon“ war mein Vater damals im letzten Level. Er war es auch, der das Spiel zuerst durchgespielt hatte.

Ein Jahr später, wieder zu Weihnachten, bekam ich „Disneys Aladdin“, mein Vater „Greatest Hits Number One“ von den Sisters Of Mercy. „Temple Of Love“ und das Lavalevel mit dem fliegenden Teppich, auch heute noch zwei Dinge, die unzertrennbar zusammen gehören.

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