Die ersten tapsigen Schritte bei “Wer Kennt Wen”. Dem Auffangbecken für die Generationen “Liep Disch” und 13 Jährigen Emo- Mädchen mit bunten Haaren, sowie Menschen, die auf die Frage nach ihrem Musikgeschmack mit “Eigentlich alles” antworten. 50 Jährige Hausfrauen, die sich gegenseitig ASCII Bärchen auf die Pinnwände posten und lechzende LKW- Fahrer, die jedem halb nackten fake Profil Avancen machen.

Die Freundschaftsanfrage bei Facebook. Wochenlang kein Bild oder sonstige Infos. Nur der Name. Man muss ihn an die Hand nehmen und ihm sagen, was er kann und was er darf. Natürlich muss man ihm auch auf die Finger hauen, denn manche Dinge, ja manche Dinge gehören sich selbst im Social Network Nr. 1 nicht. Ein virtuelles wegziehen vom Süßigkeiten Regal sozusagen.

Und Plötzlich kommentiert er Posts, postet Videos und man denkt sich: “Mensch, es war doch erst gestern, als ich ihm die wichtigsten Grundlagen des Internets gezeigt habe” Ist auch schon wieder locker 7 Jahre her. Er ist erwachsen geworden. Ich werde alt und blicke mit Stolz auf meine Schöpfung.

Mein Vater ist bei Facebook.