Guten Morgen zusammen! Was für ein Abend!! Ich hatte viel erwartet, aber DAS?! Ich hatte es gehofft und ja, es war der beste “in meinen Geburtstag reinfeier Abend” meines Lebens! Ich bitte eventuelle Logik- oder Rechtschreibfehler zu entschuldigen. Brauche dringend ein irisches Frühstück!

“The next song is dedicated to our friend Flo, who’s travelled all the way from germany to see us here. And by the way, its his birthday” 400 Kehlen schreien “Happy Birthday”, gefühlte 800 Hände hauen mir auf die Schulter, streichen mir durch das Haar. Küsschen hier, Küsschen da. Wunderbar!

Diese Iren. Was ein komisches Völkchen. Die Frauen saufen hier mehr, als die Männer und sind auch immer auf Ärger aus. Mir is gestern mindestens 5x “Fuck you, cunt” hinterher gerufen worden, obwohl ich nur an ihnen vorbei gelaufen bin. Ob die wohl auch hart zuschlagen? Der Ire allerdings ist extrem nett und zuvorkommend. Ich hab gestern mit ASIWYFA das Equipment, sprich Gitarren, Boxen und so weiter von der Bühne in den Van getragen und die waren mir tausendmal dankbarer, als ich ihnen! Bei jeder noch so kleinen Kiste, ein neues Bier. Der Ire is auch nich böse, wenn man ihm die Frau, an der er 2 Stunden rum gegraben hat vor der Nase wegnimmt. Naja, das klingt jetzt auch härter, als es war.

Importiertes 0,33er Krombacher kostet hier genauso viel, wie ein Pint Guinness (4,50 €!!), dass frisch gezapft gar nich so schlecht schmeckt, wie ich immer dachte. Es heißt übrigens Pint und nicht Pint. Also Peint nicht Pint. Peinliches Erlebnis bei meinem ersten Pub Besuch. Hat nur noch gefehlt, dass die Musik mit dem Klang einer über Vinyl kratzenden Nadel stoppt. Später dann aber mit aller feinstem, Irisch gefärbtem Akzent “one pint of Guinness please” geordert.

Auf dem Konzert wurde ich nochmal gefragt, ob ich Lust hab, mit auf die Aftershow Party zu kommen, auf der sie nochmal spielen. Natürlich hatte ich Lust, allerdings nach der Odyssee vom Nachmittag berechtigte Angst, den Club in der die Aftershow Party stattfinden sollte, zu finden.”You can go with us” Yeah! Nach der Show 2 T-Shirts gekauft, ein Shirt und n Poster geschenkt bekommen. Dann das Zeug in den Van geräumt und mit “And So I Watch You From Afar” Bier trinkend durch Dublin gefahren. Im Club dann das Zeug wieder auf die Bühne geschleppt, backstage mit zwielichtigen Menschen weiter Bier getrunken, das Konzert vom Bühnenrand angesehen. Größtes Erlebnis ever? Probably.

Nach der Show noch weiter Biere getrunken und uns gegenseitig überschwänglich unsere Dankbarkeit ausgesprochen. Auf der Straße gesungen und getanzt, ins Taxi gesetzt worden, im Hostel stumpf ins Bett gefallen.

Jetz weiß ich, warum dieses Irish Breakfast so salzig ist. Ich kann mir grad nix besseres gegen den Kater vorstellen!