Guten Morgen. Was ne Nacht. Gestern Abend im Aufenthaltsraum des Hostels drei Schweden, zwei Australierinnen und nen Amerikaner kennen gelernt. 6 Packs Bier für 10 Euro gekauft. Viel getrunken. Gegen 23:00 Uhr nochmal in die Stadt. Die Pubs sind hier selbst an nem Sonntag Abend so brechend voll, dass es kaum ein Durchkommen gibt. Fast überall gibt es Live Musik, mal gute Coverbands, mal die schlechteste Blues Coverband, die ich je gehört hab. BB King würde sich im Grab umdrehen, wenn er schon tot wär.

Naziwitze auf meine Kosten, Amerikanische Streotypen- Witze auf die Kosten des Amerikaners, nur keine Witze über die Schweden…zu unauffällig dieses Volk.

Die Sperrstunde. Segen und Fluch zugleich. Gegen halb eins sind wir freundlich gebeten worden, unser Bier aus zu trinken und zu gehen. Segen, weil ich gestern Abend so viel Geld für Bier ausgegeben hab, dass ich eben fast vom Stuhl gefallen bin, als ich in meinen Geldbeutel geschaut hab. Fluch, weil man nirgends, aber wirklich nirgends noch ein Bier kaufen kann…außer…dazu komme ich später.

Auf der Suche nach Nahrung durch die wunderschönen Straßen Dublins geschlendert und schließlich den definitiv besten Burger meines Lebens gegessen. Look at this!

Naja, gut. Sieht sehr unspektakulär aus, war aber der Hammer!

Dann, weil frisch gestärkt, auf der Suche nach nem Ort zum weiter trinken. Is eben auch ungewohnt, wenn man in Deutschland theoretisch rund um die Uhr Bier kaufen kann und man in Irland ab 1:00 Uhr auf dem trockenen sitzt, weil alle Pubs zu machen, Supermärkte geschlossen sind und Tankstellen keinen Alkohol verkaufen.

Einen Taxifahrer mit dem wunderschönen Namen Igor nach einem Ort gefragt, wo man noch was zu trinken bekommt. “Jump in” hat er gesagt. Sind ne halbe Stunde durch Dublin gefahren und schließlich in nem Wohnviertel angekommen. “Da hinten die Treppe runter, da kriegt ihr noch was” einer von uns raus um sich zu vergewissern. Geschlossen. Ihm dann gesagt, dass er uns bitte wieder dahin zurück fahren soll, wo wir eingestiegen sind und siehe da, die Rückfahrt hat nur 5 Minuten gedauert. Verfluchte Taxifahrer!

Im Endeffekt sind wir dann in nen Stripclub, ohne Strip, dafür mit vielen, sehr hässlichen Prostituierten. 10 Euro Eintritt, kleines Bier 6 Euro. Hab mich doch recht unwohl gefühlt und hab vorgeschlagen, ins Hostel zurück zu fahren, die Tür von der Küche aufzubrechen und das Bier aus dem Kühlschrank zu klauen, dass ich da am Abend noch hab stehen sehen.

Schließlich um 3:00 Uhr im Hostel angekommen und noch in den Aufenthaltsraum gesetzt. Die Idee mit der Tür war ein Witz, soo dringend brauchte ich dann auch kein Bier mehr. Der Schwede hat das anders gesehen und sich an der Tür zu schaffen gemacht. Sind dann vom Nachtportier unter Androhung des sofortigen Rausschmisses auf unsere Zimmer geschickt worden.

Eigentlich wollte ich heute ein bisschen Sightseeing machen, aber das Loch im Geldbeutel hat mich jetzt doch ein bisschen geschockt. Außerdem regnet es wie aus Eimern. Gehe jetzt erst mal Frühstücken.

Übrigens! Jeden Abend vergesse ich, die Kamera mit zu nehmen. So bleibts bei krisseligen Handyfotos. Auf der anderen Seite vielleicht auch ganz gut, ich neige dazu hier Dinge zu verlieren.

So long