Ein Wochenende nach meinem Geschmack, wenn es auch nun -wahrscheinlich altersbedingt- seinen Tribut zollt.

And So I Watch You From Afar 13.11 Headcrash Hamburg
Mit übelstem Kater 4 Stunden im Zug zu sitzen, um sich eine der lautesten Bands ever auf einem der lautesten Konzerte ever anzuschauen. YEAH!
Oder auch eher un-yeah. Der Soundmann von ASIWYFA und der Vorband Lafaro muss schon länger in dem Geschäft sein, denn anders kann ich mir den zu einem lauten Matsch verkommenden Sound nicht erklären. Ich kenne beide Bands und wusste, an welchen Stellen im Song, welche spielereien vorkommen und ab und zu hab ich sie auch raus gehört, für meine Begleiter, die die Bands an diesem Abend zum ersten mal gehört haben muss sich das aber ganz anders angehört haben.
Da hilft dann nur eins: Pladde kaufen und Show als Ausrutscher ansehen.

Wobei der Rest gut war. Die Song-Auswahl mit einer perfekten Schnittmenge aus den beiden Alben und der EP. Der neue Gitarrist ersetzt Tony perfekt und fügt sich auf den ersten Blick super in die Band ein. Rory ist zwar nich so zum Entertainer geboren, wie Tony, macht seine Arbeit am Mikro aber ganz gut.
Ich weiß, wir reden hier von einer instrumentalen Post-Rock Band, aber die müssen ab und zu auch mal mit dem Publikum reden und da kann man ne Menge falsch machen.

Vielleicht lags auch einfach an dem Headcrash Bierzapfer (ich vermeide den Begriff Barkeeper), offensichtlich selbst großer ASIWYFA-Fan, pöbelt so ziemlich jeden an, der sich erdreistet ihn daran zu erinnern, dass er hier für das Bier zuständig ist.

Lieber Thekenmann: Wenn du lieber die Band sehen willst, als deinen beschissenen Job zu machen, nimm dir nen Tag frei und guck dir die Band an. Wenn du aber demonstativ in ne andere Richtung guckst, während 5 Leute versuchen n Bier zu ordern. Du die Bestellung dann auch noch augenrollend und pöbelnd annimmst, dann lieber Thekenmann bleibt mir nicht anderes, als dir zu sagen, dass du n ziemliches Arschloch bist!

Danach mit einem guten Freund durch die klirrend kalte Hamburger Nacht, um den Abend in diversen Kneipen wunderbar ausklingen zu lassen.

Alexi Murdoch 14.11. Kampnagel Hamburg
Hier jetzt einen Übergang zu Alexi Murdoch zu finden wird schwer, deshalb lass ichs gleich sein.
Alexi Murdoch im/am/um auf Kampnagel. Beste Location für einen wunderbaren Künstler. Doch zuerst kam This Is The Kit, mehr so der Hippie-Tüp, in Socken auf die Bühne. Sympathische Künstlerin mit einer großen Stimme. Für mich persönlich waren da aber zu viele “Tadadaas” und “Lalalas” dabei.

Guck:

Über Alexi Murdoch’s Show hatte ich mir vorher nich besonders viel Gedanken gemacht. Funktioniert sowohl mit Band, als auch komplett alleine. So war’s dann auch.
Mit dezent eingesetzten Loops und Stimmeffekten, mit Halbakustik, Akustik oder Kwetschkommoden-Ding. Langweilig wurde es nie, obwohl er wenige seiner “Hits” gespielt hat.
Ein gut gelaunter Alexi Murdoch, der mir fast zwei Stunden lang das eine- oder Andere “Hach” auf die Lippen gezaubert hat.