Ich mag, dass Thomas Felberg, der Sänger des norwegischen Arschrock Quintetts Smoke Mohawk, mich an Alice Coopers „klassischen“ Gesang erinnert. Und immer wenn ich an Cooper denke, denke ich an Salvador Dalí und dann daran, dass Nardwaur (den kennen hier doch bestimmt einige?!) einstmals aufdeckte, was Cooper doch eigentlich für eine humorlose Type ist. Heißt das, dass sich Dali selbst zu ernst nahm? Nach Cooper denke ich daran, dass den 70ern der Glamrock folgte, und deswegen heute Bands wie The Darkness immer noch nerven, Queen aber irgendwie noch lange nicht durch ist. Und dann gabs ja auch Rob Halford und Mille Petrozza und davor aber Ian Gillan und Suzie Quatro.
Tja, und da haben wirs. Smoke Mohawk’s zweites Album „Viva El Heavy Man“ oder eben die Band selbst ist die perfekte Melange aus Alice Cooper und Suzie Quatro. Ganz viel Show und ganz schön vampy. Es ist angenehm überraschend, welche Begeisterung die Band auf diesem Album zu entwickeln scheint. Eine Begeisterung übrigens, die fast jeden der elf Song in die Gefahr treibt, sich in seiner gewollten Stoßrichtung zu verschätzen. Die Kunst von „Viva El Heavy Man“ ist nun, dass sich fast jeder Song aber selbst aus dieser Gefahr rettet. Wie? Durch zwinkernde Magie. Und das mag ich noch viel lieber als Cooper-Vergleiche.
Es muss nur noch differenziert festgehalten werden: nach all den Jahren der Okkupation amerikanischen Rocktums durch skandinavische Rockbands haben letztere meist immer noch ihren eigenen Sound bewahrt. Smoke Mohawk ist ein frischer Beweis. Hut ab.
Und für alle, die sich schon immer fragten, was denn eigentlich ein Smoke Mohawk überhaupt ist, habe ich Thomas Felberg gleich selbst gefragt:
Thomas so:
Smoke Mohawk is a fine musical destillation, a brew mixed up of all the bandmembers inspirations and experiences. Smoke Mohawk is equal parts rock´n´roll for the hell of it, and equal parts rock´n´roll as a sacred artform. “The Smoke” is the mist of myth that oozes from the well of music and it´s history, cultures and sub-cultures. “The Mohawk” is the head, the manifestation of physically and emotionally feeling the music that´s being played. Smoke Mohawk believes in the mantra “Heads, Heart, Hands, Feet”. Smoke Mohawk have put their flag up the flagpole of rock´n´roll and awaits who salutes it. Smoke Mohawk is on a quest to liberate the original “heavy man”, Viva El Heavy Man!”

Danke, Thomas.

Wertung(1 – 5):

Ps: Halben Extrapunkt für das Albumcover.

„Viva El Heavy Man“ ab dem 21.09 erhältlich. Tour diesen September.
19.09. – Hamburg, Knust
20.09. – Köln, Underground
21.09. – Bochum, Matrix
22.09. – Stuttgart, 1210
23.09. – CH / Bern, ISC
25.09. – München, 59:1
26.09. – Nürnberg, Hirsch
27.09. – Berlin, Lido