Und plötzlich ist es soweit. In den letzten Wochen und Monaten, wenn ich das WordPress-Dashboard öffnete, sprang mir die Zahl irgendwasmit900 schon entgegen und bei jedem mal dachte ich “Musste was machen dann”. Da ich den Blog- Geburtstag im August diesen Jahres total übersehen hatte, ist es vielleicht auch nicht sonderlich verwunderlich, wenn auch das Zelebrieren des eintausendsten Blogposts eher im kleinen Rahmen gefeiert wird.

Ich freue mich in jedem Jahr, am Ende des Jahres, auf die Jahresrückblicke der Fernsehsender und wenns nach mir gehen würde, gäbe es Album Top- Listen schon im Juli und deshalb will ich euch alle mal zärtlich in den Arm nehmen und euch zeigen, wie das hier vor knapp zweieinhalb Jahren angefangen hat. Der übliche, tausendmal (haha) gelesene “allererste Post, darf natürlich auch nicht fehlen. Fangen wir doch mit genau dem auch an und arbeiten uns weiter vor bis zum hier und jetzt! Einsteigen bidde, lous geht das..

Der erste Post

Der aufmerksame Leser merkt sofort, von Facebook noch keine Rede, jedoch erwähne ich hier das Myspace des deutschen Internets, StudiVZ. Des weiteren habe ich damals noch in Anbiederung an irgendwelche Blogs “Das” Blog geschrieben, obwohl es von Anfang an ein Junge war. asiwyfab – Der Musikblog und der Tagebuch des Florian G.
Genauso wie das betrachten meiner musikalischen Meilensteine, waren auch die Erzählungen aus meinem Arbeitsalltag Eintagsfliegen und verschwanden so schnell, wie sie kamen, obwohl ich das bis heute eigentlich immer noch für ne gute Idee halte. Zumindest das mit den Meilensteinen.

Einen musikalischen Rundumschlag gab’s aber auch damals schon und somit trägt dieser Blog auch zurecht die Unterschrift “Post-Rock-Akustik-Metal-Punk-Indie-Doom-Hardcore-St.Pauli Musik-Blog”

So wie das am Anfang eben immer ist, wenn sich am Tag 5 Leute auf den Blog verirren, davon 4 Besucher Spambots und der einzige echte Mensch die eigene Mutter ist, dann reicht es natürlich auch, wenn man höchstens einen Post in der Woche schreibt. Wenn man dann aufgrund eines persönlichen Schicksalsschlages komplett aus der Bahn geworfen wird und man sich nicht schert, über Besucher und Kommentare, oder likes, dann wendet man sich anderen Dingen zu und sein Schätzchen, gerade zu einer kleinen Knospe gewachsen, verschwindet nicht nur aus dem eigenen Blickfeld, sondern auch aus den Köpfen der Menschen, die ihn möglicherweise gelesen haben.

asiwyfab wie man es heute kennt, erwachte somit ca. im Dezember 2010 zum Leben und auch wenn ich damals weder Kontakte zu Promofirmen oder Labels hatte und mich höchstens einmal in der Woche durch eine Handvoll Musikblogs klickte, die grundsätzliche Post-Struktur (Zwei- Dreizeiler, eigene Meinung und ab) war damals schon zu erkennen und macht mir heute noch genauso viel Spaß wie damals. Auch ich mag es, mich in freien Minuten durch die großartigen, ausführlichen Posts von z.B. auftouren.de zu klicken, jedoch fehlt mir zu oft die Zeit, oder die Lust und so bleiben die Blogs, die ich täglich mehrmals besuche diejenigen, die einen Dreizeiler schreiben und ein Video oder Song dazu posten. Somit werden meine Bloglesegewohnheiten zu meinen Blogpostgewohnheiten und auch wenn ich mich ab und zu dazu durchringen kann, eine Rezension zu schreiben, ich überlasse es lieber demjenigen, der die Wortgewandtheit gepachtet hat, meinem Kollegen Lukas.

Bloggen in der Form, in der wir das hier machen hat oft nicht mehr viel mit Hobby zu tun. Wenn man gelesen werden will, muss man am Ball und in den Köpfen bleiben. Klingt nach SocialMediaberatungshure, ist aber so. Ich bin stolz auf die fast 250 täglichen Besucher und auch wenn die ganz großen täglich das Zehnfache schaffen, zeigt es doch, dass es nicht unbedingt wenigen Leuten gefällt, was wir hier machen. Unter diesen täglichen Besuchern sind natürlich auch immer Menschen, die irgendetwas promotet, besprochen oder beworben haben wollen und gerade was den letzten Punkt angeht, halte ich die no-ads Eule extrem hoch. Hier wird es niemals gesponsorte Posts eines österreichischen Brausherstellers oder eines niedersächsischen Likörbrenners geben, weil ich weder das Eine, noch das Andere mag und weil ich es verwerflich finde, für eine Kiste oder Palette Naturalien meine Prinzipien aufzugeben. Amazon kommt mir aufgrund ihrer Mitarbeiterpolitik auch nicht ins Haus und auch wenn das möglicherweise nach 18 jährigem Weltverbesserer mit Che Guevara Shirt klingt, das hier ist immer noch mein privater Blog und keine Werbemaschine für irgendwelche Unternehmen, die sich durch hippe Social-Media Experten in die Bloglandschaft einkaufen wollen.

So, genug gewütet. Schließen wir ab mit vielen virtuellen Herzen und Danksagungen, an alle wunderbaren Menschen, die ich bisher durch den Blog kennen lernen durfte, sei es virtuell oder in echt.
Danke an Julien von Herzfrei, Janna von Of The Record PR, Marc von Testspiel, Sebastian von Musikgraph, Arne von Nois-O-Lution, den Butterfly Collectors und Nigel Wright, Carla von Days Of Music, Marc von Musik mit Herz, ganz besonders Nico von Nicorola, Lennart von der roten Raupe, Charles und Torge von Noisiv, riesen Danke an Anja vom Kampnagel, Frank von Akkordarbeit, Martin, Oliver von itstoolong, Colin von Zolinsagt und vor Allem dir Lukas!

In diesem Sinne asiwyfab forever!

Über Facebook- Likes freue ich mich übrigens immer am meisten. So feel free to like asiwyfab. Facebook- Page