Zaz ist ja sowas wie der Élysée-Vertrag der Indiemusik. Liest sich witzig, ne? Ist aber natürlich eine haltlose bis obszöne Aussage. Also bitte nicht zitieren. April was a Passenger ist trotzdem eine Band aus Paris. Und hat mit Zaz so viel zu tun, wie Justice mit Gerechtigkeit. Äh, egal.
Spontane Kurzeinordnung: Electro Dancepop mit Einflüssen aus z.B. MGMT’s “Oracular Spectacular”, Robyn’s “Body Talk” Trilogie oder The Killers (als The Killers noch interessant waren). Diese Referenzen klingen womöglich abgedroschen, sei’s drum. Was ich nun besonders mag, ist, dass im Gegensatz z.B. zur Traditionsdrossel Zaz hier eben Null französische Musikstereotype bedient werden und sich jede Erwartung von irgendeinem “französischen Sound” eben nicht erfüllt, ganz einfach weil es die ja nicht gibt, besser gesagt dieser Sound nur in deinem Kopf existiert, verdammt.
April was a Passenger veröffentlichen am 15. März ihre erste EP. Darauf ihr schon vor einem Jahr erschienener Hit “Wall” (natürlich neu produziert) und vier andere – ehrlich gesagt ziemlich ziemlich gute – Tracks, z.B. auch “Red Light Romance” von dem ich glaube, dass der olle Falco ihn gern gecovert hätte. Echt jetzt. Also, nicht dass es am Ende heißt, ihr hättet nicht Bescheid bekommen. Denn diese Band hat Potential, ich spürs genau, und deswegen werd ich die von nun an etwas weiter verfolgen.

Hier zwei alte Bandcamp Songs, beide aufpoliert auf der neuen EP:
Hier neuere Soundcloud Links:
[soundcloud url=”http://api.soundcloud.com/tracks/37601427″ params=”” width=” 100%” height=”166″ iframe=”true” /] [soundcloud url=”http://api.soundcloud.com/tracks/70085676″ params=”” width=” 100%” height=”166″ iframe=”true” /] Ach, aber ein bisschen “Élysée Vertrag” hab ich dann am Ende doch noch zu bieten. Und das ist nun wirklich nicht obszön gemeint: