Ich hab’ einfach kein Händchen für reißerische Überschriften und außerdem stimmt das auch gar nicht so richtig, deshalb hier kurz und knapp: asiwyfab verzichtet in Zukunft auf Like, Share, Twitter und Google+ Buttons im Blog!

Die Idee dahinter stammt von meinem Mitbewohner, der hier quasi als Hausmeister fungiert und Dinge, die ich gerne hätte (Artikel- oder Überschriftengrößen, Breite, Höhe, Tiefe überhaupt usw.) immer nach meinem Wunsch umsetzt. Würde ich im Backend rum fummeln, wäre der Blog entweder schon lange kaputt, oder es würden euch Glitzer Gifs an jeder Ecke erwarten.

Dieser Junge Mann kam also mit der Frage auf: “Warum hässliche, den Blog merklich langsam machende Social Buttons, die sowieso keiner benutzt?”

Weil alle sie haben, weil man ohne Facebook- Integration seinen Laden gleich dicht machen kann. Dachte ich.

Wenn ich mir die Soziale Interaktion so angucke, passiert die sowieso nur auf Facebook selbst. Ich kann an einer Hand abzählen, wie oft ich im letzten halben Jahr ein “Like” direkt im Blog generiert hab. Wenn geliked, oder geshared wird, dann ausschließlich über die asiwyfab Facebook- Page, oder die jeweiligen Pages der Bands.
Und trotzdem hatte ich ein mulmiges Gefühl bei der Sache. Das ist wie bei einer Zeitschriftensammlung. Ein mal gelesen, danach ins Regal zu den anderen gestellt und nie wieder hervor gekramt. Sie sind da, weil sie schon immer da waren und vor Allem; Tun sie ja keinem Weh.

Die letzten Zweifel wurden durch einen Artikel der Design- Agentur “Information Architects” ausgeräumt

If you’re unknown, social media buttons make you look like a dog waiting for the crumbs from the table. You might have magnificent writing skills and a lot to say, but you will still only get a few retweets and likes. Yes, it’s not fair, but that’s the way it is. If you’re known, you will get attention, even for the mediocre. If you’re not known, no matter how good you are, initially you won’t. That button that says “2 retweets” will be read as: “This is not so great, but please read it anyway? Please?”

In a medium full of advertisement and self-promotion, every unnecessary pixel of noise and “click-me!”-begging should be avoided if it can be.

Daraus ergibt sich für mich:

1. Ich will nicht nach Likes hecheln und die Qualität meiner Artikel durch das Drücken eines Daumens bememessen und

2. Ich habe Geld für dieses Design ausgegeben, warum sollte ich mich stundenlang auf die Suche nach einem cleanen Blog- Design machen, wenn ich es im Anschluss sofort durch unterschiedliche Social- Media Buttons kaputt mache?

Versteht mich nicht falsch, ich halte Social Media für wichtig. Fast der gesamte Traffic auf asiwyfab wird über Facebook generiert. Aber die Kommunikation geschieht, wie gesagt, nur auf Facebook oder Twitter selbst. Das macht die Buttons im Blog überflüssig. Keine Ahnung, wie das bei anderen Blogs aussieht, aber vielleicht kann man diesen Schritt als Denkanstoß nehmen, um über die Wichtigkeit dieser Buttons in seinem eigenen Blog nachzudenken.

Wer in Zukunft etwas liked oder shared, kann das also weiterhin bei Facebook direkt tun. So wie immer also :)

Vielen Dank