Kristoffer-And-The-Harbour-Heads-Hands

Okay, ich hab so circa 20 Minuten Zeit für diesen Text hier und ich hatte so circa 10 Durchläufe für die neue Kristoffer Ragnstam Platte. So nannte der sich zumindest früher noch, damals als ich seinen Song “#1 Money Hunter” (2007) über alles abfeierte (ja, ich hab sogar noch den Sound seiner Songzeile “I am who I aaaam” im Kopf). Aber mir verging dann etwas später halt die Lust am schwedischen Pop-Rock. Ich glaube, spätestens 2008 ging das nicht nur mir so.

Jetzt ist er also zurück mit den Harbour Heads und einer Platte, die Hands heißt. Dieses mitunter pompöse Pop-Rock Werk spielte ich neulich einer 18jährigen vor, die nach 20 Sekunden des Openers “Hand And Fingers” fragte, wer das denn sei. Ich sagte: “So ein Typ aus Schweden, dessen Musik früher echt mal ganz angenehm war …. damals, als ich so 22 war.” Sie wollte mehr hören von dem Album und sie wollte, dass ich ihr den Bandnamen notiere. Das tat ich dann auch.

Und selbst beim zweiten Song “Face To The Voice” hörte sie noch aufmerksam hin und es fiel mir schwer, sie zu unterbrechen in ihrem Konsum, musste jedoch fragen, was sie sonst so hört. Sie hört gern Klassik und A Fine Frenzy. Bäm? Vielleicht sagt das jetzt was über Kristoffer And The Harbour Heads aus. A Fine Frenzy kannte ich auch noch. Aber nur den Song “Almost Lover”, weil eine Ex von mir diesen Song einst schmachtend hörte, nachdem ich ihr mal so eine verkopfte Abfuhr erteilte. Das war übrigens auch 2007. Ein Jahr also, das mich letzte Woche etwas einholte, kann man sagen. Anyways.

Persönlich finde ich auf Hands den Zweite-Reihe-Song “Miss You” am interessantesten. Den kriegt man ganz zum Schluss des Albums noch hingelegt. Ragnstam singt da “I wish I had more time with you and your thoughts/ I might understand the way that you work.” Das denke ich über dieses Album und meine 20 Minuten auch gerade. Und auch wenn fest steht, dass Ragnstam mit Hands ein wirklich okayes Album ablieferte (überdurchschnittlich geil ist übrigens “Face To The Voice” tatsächlich, siehe oben), ein Album also, dem sogar mehr abzugewinnen ist, als der ein oder andere eingängige Song, so fehlt mir im Gesamten dann doch etwas der Pepp, die Überraschung und der Vibe meines 2007. Kann man nichts machen. Wäre aber wohl auch zu viel verlangt.

Und oh! Moment, meine 20 Minuten sind rum. Muss los, höre Hands unterwegs weiter. Ein elftes Mal! “#1 Money Hunter” hörte ich aber bestimmt öfter.

Wertung von 10:
7von10 klein

Dank der Hilfe Frank’s von akkordarbeit gibt’s hier doch noch was Hörbares vom neuen Album!

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Noch für vier Termine auf Deutschlandtour:

05.11. Dresden – Societetstheater(w/ The Heated Land)
06.11. Nürnberg – MUZ (w/ A Prouder Grief)
07.11. Berlin – Maschinenhaus (w/ Max Paul Maria)
08.11. Lübeck – Blauer Engel