maria tylor something about knowingMaria Taylor – Something About Knowing
Namens-Verwechslungsgefahr mit Marissa Nadler. Ähnlicher Hut. Mit diesem Album aber passiert das wohl nicht mehr so leicht. Something About Knowing kommt überraschend poppig daher. Die einen würden sagen: angepasst (Song “Tunnel Vision” trennt hier vermutlich Fans von Nicht-Fans), die anderen: sie kämpft sich zur Relevanz zurück. Popcorn-Frauen-Popfolk. Meinen Segen hat sie.

7 von 10

now-big-foxBig Fox – Now
Viel Piano, viel Stimme. Ganz sanft und zurückhaltend, manchmal auch poppig eingesungen von der Schwedin Charlotta Perers. Klingt erstmal übel nach Cat Power Mitte der Nuller, entwickelt sich dann aber wohlwollender betrachtet zu einem Album, das man gerne bei einem romantischen Dinner auflegt. Cat Power würde trotzdem fragen: sind das alte B-Seiten von mir?!

5 von 10


Mineral – Plastic EkphrasticMineral – Plastic Ekphrastic

13minüter “Atoms” ist der große Wurf auf diesem Album. Indietronica aus Dublin und Paris. Total überzeugend, total übersehen aber auch. Kreativ as shit und catchy dazu. Werd ich sicherlich ins Jahr 2014 mitnehmen. Und mich fragen: warum hab ich dieser Band nie eine richtige Rezension verpasst? Verdient hätte sie es.

8 von 10

The Moth – They FallThe Moth – They Fall
Blog-Kollege Flo steht drauf. (Entweder, weil das Trio flotten Sludge Metal macht oder weil es aus Hamburg kommt.) Ich kam nicht so richtig auf den Trichter. The Moth kommt aber in der Szene gut an, lese ich. Daumen hoch gibt’s von mir für eines der tollsten Plattencover, das ich dieses Jahr gesehen hab. They Fall finde ich als Albumnamen im Motten-Kontext natürlich auch irgendwie ekelig-toll.

6 von 10

Untitled-1John Lennon McCullagh – North South Divide
15 Jahre alt und schon ganz viel beim frühen Dylan abgeschrieben. Klares Album, schlicht produziert. Folkrock-Gitarre, wütender Buben-Gesang, Mundharmonika und viele Geschichten. Mangels Lebenserfahrung viel Fantasie im Spiel und damit klingt’s manchmal etwas naiv, was da so kommt. Jake Bugg macht’s besser und besetzt damit den Posten des Folk-Wunderkinds 2013. Warten wir ab, was von McCullagh noch kommt. Denn ganz uninteressant ist das hier auch wieder nicht. Besonders für einen 15jährigen.

6 von 10

Kassette - FarKassette – Far
Sängerin, die ich beim ersten Hören für einen Mann hielt. Ein ganz großartiges Album, muss ich sagen. Frontalrock, aber originell, unangepasst, schmeichelnd. Opener “Lost Hills” beweist das. Oder “Dream Again”. Oder oder oder. Live in einem kleinen Club bestimmt ein Traum. Auch diese Platte hätte mehr Worte verdient. Mehr Lob und mehr Fans. Einer meiner Geheimtipps für 2014!

9 von 10

11183_JKTTim Kasher – Adult Film
Tim Kasher lernte ich 2004 mit Album Of The Year lieben. Danach etwas aus den Augen verloren. Auf Adult Film: durchdachte Texte, selbstreflexiv ohne Gefahr zu laufen, verkopft zu werden. Auf Dauer etwas anstrengende Arrangements (Nerv-Orgel!) und viel Experiment, aber auch viel Können. Man muss nur wollen, dann klappts auch mit dem Nachbarn. Kasher ist ein Guter.

7 von 10

Suns Of Thyme – Fortune, Shelter, Love And Cure.Suns Of Thyme – Fortune, Shelter, Love And Cure
Wieder so eine Überraschung. Dieses Debüt-Album lange ignoriert und plötzlich hats mit uns beiden gepasst. Neo-Psychedelic aus Berlin. Manchmal hab ich zwar den Eindruck, hier sei dieser und jener Song zu sehr auf FluxFM-Charts gekämmt. Aber sei’s drum. Daumen hoch und so.

8 von 10

Pete MacLeod – Rolling StonePete MacLeod – Rolling Stone
Was ist das denn?! Hörsturzbringende Gesamtkatastrophe aus Poprock-Versatzstücken und selbstverliebter Opa-Rocker Tour dieses Briten. Unglaubwürdig und unglaublich langweilig. Der Albumtitel ist auch schon so eine Zumutung. Nie wieder.

3 von 10